Geschichte und Entstehung

Der eingetragene Verein ?Soziales Arbeitnehmer Bildungswerk in Thüringen? hat sich in der ?Nachwendezeit? im Jahr 1993 gegründet. Er ist seit dem gemeinnützig anerkannt und tätig. Gemäß seiner Satzung bilden Erwachsene und Heranwachsende die Zielgruppe für die Aktivitäten des Sozialen Arbeitnehmer Bildungswerks in Thüringen e. V. (sabit)

Er ist ein fachlich anerkannter Träger der Gesundheitsförderung, der Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe sowie der psychiatrischen Versorgung. Der Verein ist Mitglied im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtverband, Landesverband Thüringen e.V. und im Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V. (fdr)

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind Projekte der Suchtprävention und der Gesundheitsförderung in den Lebenswelten. Zielgruppe sind in diesem Bereich sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene. Die Inhalte der Prävention zielen auf verantwortliche Ernährung einschließlich einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, die Bedeutung von Bewegung in einer bewegungsgestörten Zeit (Schreibtisch, Auto, Fahrstuhl, Fernsehen) und Naturerleben als Anreiz zu gesünderem Allgemeinverhalten. Ferner dient die Erlangung von Stress mindernden Techniken einem adäquaten Umgang mit problematischen und widrigen Lebensumständen.

Bereits seit mehreren Jahren evaluiert der sabit im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit Daten auf den Bereich der Suchtkrankenhilfe, der Gesundheitsförderung und neuerdings auch im Bereich des pathologischen Glücksspiels. Diese Erhebungen bieten eine solide Grundlage dafür, statisch fundierte Aussagen zu diesen Themenfeldern für den Freistaat Thüringen zu ermöglichen.

Angepasst an die Vielfalt und Individualität der Problemsituationen der Menschen, deren bisheriges Leben wesentlich von der Suchtmitteleinnahme geprägt wurde, nahm und nimmt sich in den Einrichtungen qualifiziertes Fachpersonal den sozialen, körperlichen, seelischen und psychischen Störungen der alkohol- bzw. drogenabhängigen Männern und Frauen an.

Seit 2007 betreib der Verein ein Sozialtherapeutisches Wohnheim in Töttelstädt und ein Therapiezentrum in Tröchtelborn.

Neben der tiefgründigen Auseinandersetzung mit der Suchtproblematik, lernen die Klienten nach dem sozialpädagogischen Grundsatz "Hilfe zur Selbsthilfe" ihren Alltag mit dem von ihnen erreichbaren größtmöglichen Grad an Selbständigkeit ohne Suchtmittel konstruktiv zu bewältigen.

Neue Verhaltensweisen aufzubauen und alte Gefährdungen zu erkennen, versetzt die Klienten in die Lage, ihre Fähigkeiten zu optimieren, ihre individuellen Bedürfnisse durchzusetzen, und schafft ihnen eine reale Chance auf ein sinngegründetes, abstinentes Leben in der Gesellschaft.

Gemeinsames Ziel aller Einrichtungen des Trägers mit ihren unterschiedlichen Angeboten ist also, den Klienten trotz krankheitsbedingter Beeinträchtigungen oder Behinderungen in eine Lage zu versetzen, seine vorhandenen Fähigkeiten so zu nutzen und auszubauen, dass der größtmögliche Grad an eigenständiger Lebensführung und Integration in der Gesellschaft erreicht werden kann.

 Der Bedarf solcher Angebote hat sich in den vergangenen Jahren im stationären Bereich an einer sehr guten Belegung der Wohnheime, in dem ambulanten Bereich an statistisch belegten, stetig wachsenden Klienten- bzw. Besucherzahlen, gezeigt. Insbesondere für Klienten mit sogenannten ?Doppeldiagnosen? und Drogenkonsum bzw. Drogenabhängigkeit fehlt es noch an ausreichenden fachspezifischen stationären Einrichtungen.